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Gedanken zum Monatsspruch

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Johannes 20,21

Friede sei mit Euch!

Wir kennen diesen Gruß aus unserem Gottesdienst. Der Pfarrer spricht es der Gemeinde zu und die Gemeinde antwortet: ... und mit Deinem Geist.

Frieden wünschen wir. Und es ist mehr als wenn wir einfach sagen: Guten Morgen, guten Tag!

In Israel begrüßt man sich so auch im Alltag: Shalom! Im arabischen Raum sagt man: Salem aleikum!

Wie gut, wenn sich Menschen so anreden. Ich wünsche Dir das Beste. Dass du Frieden hast mit dir und in deinem Leben. Dass du Ruhe findest, wenn es auch manchmal hoch her geht. Dass Du Trost hast, wenn du traurig bist … So viel steckt in diesem Gruß. Und nicht zuletzt: Vor mir brauchst du dich nicht zu fürchten!


Friede sei mit dir! Wie wichtig ist dieser Gruß da, wo Menschen einander fremd sind. Wenn diese Friedenserklärung als erstes Wort steht, dann ist die Tür offen. Wer mir Frieden wünscht, der will Gutes für mich. Er mag mich nicht kennen, sie oder er weiß aber, was ich brauche – Frieden. So, wie er sich selber danach sehnt.

Und wie wichtig ist dieser Gruß erst, wenn Menschen es miteinander schwer haben. Es ist ein ganz sanftes Wort. Und es ist doch mächtiger als alle Starkworte oder Missverständnisse. Ein Wunsch für den anderen und ein Wunsch für uns beide, dass wir trotz Spannungen einen gemeinsamen Weg finden. Es ist eine Überschrift, ein Motto: Was wir auch miteinander auszufechten haben, es soll so geschehen, dass wir einander ernst nehmen. Ernst – weil wir eine gemeinsame Sehnsucht haben: Frieden. Wir können füreinander den Frieden suchen. Friede sei mit dir! Und ich will meinen Teil dazu beitragen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht.

Wie wichtig ist gerade eine solche friedliche Haltung in dieser Zeit, wenn sich die Herrscher unserer Welt begegnen. Wirklich mächtig sind sie nur, wenn sie einander dies zusagen und miteinander die Probleme lösen. Friede sei mit Euch – dort in Amerika und dort in Russland, dort in Syrien und dort in der Türkei!

Jesus grüßt seine Jünger mit dem Friedensgruß.

Weil er weiß, dass sie verunsichert sind. Jetzt, da er nicht mehr als Lehrer und Herr vor ihnen her geht. Er wünscht ihnen Frieden. Sie sollen zur Ruhe kommen. Sie sollen sehen und begreifen, wie er weiter mit ihnen unterwegs ist. Er sendet sie. Sie sollen leben, reden und tun, wie es Gott will. Dazu brauchen sie vor allem Frieden, damit sie zu Botschaftern des Friedens werden können. Daran, so hat er einmal gesagt, erkennt man die Kinder Gottes – dass sie Frieden stiften.

Mit diesem Wunsch und diesem Zutrauen grüße ich Sie in der Osterzeit – in der Zeit des Lebens: Friede Sei mit Ihnen!

Ihr Pfarrer Andreas Domke


Ev. Kirchengemeinde Zehdenick